SONDERSCHAU "DACHBEGRÜNUNG / NUTZDACH"

Auf der Sonderschau "Dachbegrünung / Nutzdach" wurden die besten Konzepte und Lösungen fürs Gründach vermittelt.

Auf YouTube: Solardachpfanne mit Photovaltaik und Solarthermie in Kombination mit einem Dachsystem
Prototyp der Solardachpfanne
Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der RheinEnergie und Peter Hakenberg, Geschäftsführer von paXos präsentierten den Prototypen

Die Solardachpfanne

Konzeptstudie für eine zukunftsfähige Lösung zur Energiegewinnung auf Dächern im Gebäudebestand

RheinEnergie und das Kölner Ingenieurbüro paXos stellen gemeinsam eine Konzeptstudie für eine zukunftsfähige Lösung zur Energiegewinnung auf Dächern im Gebäudebestand vor. Die Konzeptstudie wurde von paXos entwickelt, die vorliegenden Prototypen wurden von Continental im Auftrag der RheinEnergie gefertigt und wurden anlässlich der E-world Anfang Februar 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auch auf der DACH+HOLZ International 2018 wurde die Solardachpfanne gezeigt.

Die Innovation besteht aus der intelligenten Kombination von Bauteilen aus dem Automobilbau und dem längenverschiebbaren, patentierten Klick-in-System zur einfachen Verbindung der Dachpfannen untereinander. Die Materialen und Bauteile aus dem Automobilbau sind dort in der Regel deutlich höheren Belastungen in Bezug auf Temperatur, Druck, Vibration, Zug und Schlagfestigkeit ausgesetzt. Damit ist sichergestellt, dass die Solardachpfanne den auf dem Dach gegebenen Beanspruchungen ohne Probleme auf Dauer wird standhalten können.

Die Solardachpfanne (SDP) bietet folgende Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen (Leistung nach Standard Test Conditions, STC):

  • Höhere Energieernte pro qm Dachfläche (Wärme und Strom): Wärme pro qm: Konventionell: 250 Watt SDP: 300 Watt  Strom pro qm: Konventionell: 100 Watt SDP: 144 Watt
  • Bessere Optik: Die Solardachpfanne ist aus 5 Meter Entfernung von schwarz lasierten Dachpfannen kaum zu unterscheiden. Wahlweise kann auch in ziegelrot oder blau produziert werden.
  • Abmessungen, Gewicht, Verlegung und Handhabung wie normale Dachpfannen (wichtig für den Dachdecker)
  • Durch das patentierte, längenverschiebbare Klick-in-System ist eine einfache, schnelle und absolut sichere Verlegung durch den Dachdecker möglich und spart Montagekosten
  • Höhere elektrische Ernte im Hochsommer aufgrund der Kühlung der Wafer durch die integrierte Solarthermie und damit zugleich Verlängerung der Lebensdauer der Wafer. (Dies ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber allen Wettbewerbern, die derzeit auf dem Markt sind!)
  • Solardachpfanne kann bei Bedarf nachträglich ausgetauscht oder gewechselt werden (z. B. um Dachentlüfter, Fenster, Antennen, Satellitenschüsseln oder Dachtritte zu installieren; auch dies erlauben die meisten Wettbewerbsprodukte nicht)
  • Die Solardachpfanne wird durch eine sogenannte "Komplementärdachpfanne" ergänzt, die als preiswerter, schwarz lasierter Betondachstein überall dort verbaut wird, wo eine Eindeckung mit der Solardachpfanne nicht sinnvoll oder gewünscht ist. Die Komplementärdachpfanne ist optisch von der Solardachpfanne kaum unterscheidbar
  • Bessere Sturmsogsicherung als herkömmliche Dachpfannen
  • Kühlung des Dachgeschosses im Hochsommer
  • Abtaumöglichkeit durch Schubumkehr in Regionen mit schneereichen Wintern und damit höhere Ernte in der kalten Jahreszeit

RheinEnergie und paXos planen, das Vorhaben gemeinsam weiter voranzubringen. Die Solardachpfanne wird aufgrund der intelligenten Konstruktion und der aus dem Automobilbau bekannten Bauteile und Materialien zu einem wettbewerbsfähigen Preis angeboten werden können.

obenplus®

obenplus® ist eine Onlineplattform zur Generierung nachhaltiger Programme und vielfältiger Möglichkeiten der Nachverdichtungen durch Aufstockung im urbanen Raum. Illustrative und ästhetische Impulse auf der Plattform geben Anreiz, die brachliegenden Räume über den Häusern neu zu nutzen. Dabei soll vor allem das Potenzial der Nachverdichtung durch Dachausbau und Dachaufstockung daran gekoppelt werden, eine nachhaltige Struktur für eine soziale Mischung im gesamten Stadtbild aufrechtzuerhalten und für die Zukunft auszubauen.

Die besten Bienenhäuser

In Zusammenarbeit mit der Zimmerer-Innung München entwickelten Studierende der Technischen Universität München, Fakultät für Architektur, Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren, in einem Entwurfsseminar realisierbare Vorschläge für Bienenhäuser. Die Bienenhäuser sollen sowohl den Bienen, als Honigproduzenten eine wohlige Behausung sein, als auch ein Freizeit-Refugium für den (Hobby-) Imker. Neben der zweckmäßigen Platzierung der Bienenstöcke stand daher auch die Aufenthaltsqualität für den Betreiber sowie die ästhetische Erscheinung des kleinen Holzhauses im Vordergrund.

Die Anforderungen an den Entwurf:

  • einfache Holzkonstruktion, von 1 Person (Zimmerer) herstellbar
  • Grundfläche ca. 2-4 qm
  • Aufstellbereich für die Bienenstöcke
  • wettergeschützte Sitzgelegenheit, Aufenthaltsbereich für den Imker
  • Lagermöglichkeit für kleinere (Garten-)Gerätschaften, Gummistiefel usw.
  • konzeptabhängig modular, erweiterbar, z. B. Regalsystem

Die DACH+HOLZ International 2018 präsentierte eine Auswahl der besten, von einer Jury gewählten Modelle, die die räumliche und konstruktive Umsetzung veranschaulichten.

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