Wenn das Dach voll ist, wird die Wand zur Energiefläche
PV auf dem Dach ist Standard – im Neubau teils sogar Pflicht. Photovoltaik an der Fassade gewinnt an Bedeutung, wenn Dachflächen belegt sind oder zusätzliche aktive Fläche gebraucht wird. Dafür startet Swisspearl in Deutschland mit „Sunskin Facade“, einem BIPV-System für VHF.
Photovoltaik auf der Fassade wird im Neubau und bei Sanierungen zunehmend interessant – nicht nur aus gestalterlichen Gründen, sondern auch, weil vertikale Flächen in vielen Projekten zusätzliche aktive Fläche schaffen, wenn Dachflächen belegt sind oder begrenzt zur Verfügung stehen. Mit „Swisspearl Sunskin Facade“ bringt Swisspearl zwei gebäudeintegrierte PV-Lösungen für die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) in den deutschen Markt: Sunskin Facade Lap und Sunskin Facade Flat.
Stromerzeugung und Wetterschutz wie bei einer klassischen VHF
Beide Systeme sind als Fassadenbekleidung mit hinterlüftetem Aufbau konzipiert. Das heißt: Die PV-Module übernehmen – wie eine klassische VHF-Bekleidung – den Witterungsschutz gegen Schlagregen und Wind. Ergänzt wird das System durch farblich abgestimmte Faserzementplatten, sodass auch Bereiche ohne geeignete Einstrahlung (z. B. Verschattung, Nordseiten, Teilflächen) optisch einheitlich gestaltet werden können.
Zwei Optiken, ein Prinzip: Lap oder planeben
- Sunskin Facade Lap: PV-Module und Ergänzungsplatten werden mit leichter, kaum sichtbarer Überlappung montiert. Das erleichtert eine homogene Flächenwirkung und unterstützt eine klare Linienführung – ähnlich einer traditionellen Bekleidung mit überdeckenden Elementen.
- Sunskin Facade Flat: Hier entsteht eine planebene Fassadenfläche aus bündig wirkenden PV-Modulen. Ergänzungsplatten und Module werden mit Befestigern aus dem System „Swisspearl Sigma 8 Pro“ ausgestattet und in die Unterkonstruktion eingehängt. Die Befestiger sind von vorn nicht sichtbar und werden rückseitig fixiert. Ergebnis: eine ruhige, reduzierte Fassadenoptik mit integrierter Energiegewinnung.
Farbige PV-Module: transluzente Beschichtung im Glasverbund
Ein Merkmal der Sunskin-Fassadensysteme ist die Farbgebung der PV-Module. Die transluzenten Farben werden vollflächig auf die Innenseite des Frontglases aufgebracht – vor dem Härtungsprozess. Beim anschließenden thermischen Vorspannen (Härten) verbindet sich die Farbschicht dauerhaft mit dem Glas. So entsteht eine gleichmäßige, intensive, nicht deckende Farbigkeit, die gleichzeitig eine hohe Lichtdurchlässigkeit ermöglicht – und damit die Voraussetzung für eine effiziente Stromerzeugung.
Die verwendeten nicht-keramischen Farben sind frei von Cadmium und Schwermetallen. Das ist relevant für ein umweltgerechtes Recycling am Ende der Nutzungsdauer. Da sich die Farben gut mischen lassen, sind auch projektspezifische Farbtöne realisierbar – inklusive reproduzierbarer Farbkonstanz für spätere Bauabschnitte.
Ergänzungsplatten in abgestimmten Farben – sinnvoll bei Teilbelegung
Nicht jede Fassadenfläche eignet sich gleichermaßen für PV: Verschattung, Ausrichtung oder gestalterische Vorgaben führen in der Praxis häufig zu Hybridfassaden. Dafür gibt es passende Faserzement-Ergänzungsplatten in zehn Standardfarben, die im Swisspearl-Farblabor an die Modulfarben angeglichen werden. So lassen sich PV-Aktivflächen und „passive“ Bereiche optisch harmonisieren, ohne die Fassade zu zerstückeln.
Robust und Langlebig
Die „Sunskin“-Module erreichen die höchste Hagelwiderstandsklasse HW5. Für hohe Erträge setzt Swisspearl auf monokristalline TOPCon-Halbzellen. Die Module sind in drei Standardgrößen erhältlich, Sondermaße sind auf Anfrage möglich.
Ausführung aus einer Hand: Module, Montage, Ergänzungsplatten
Swisspearl liefert die gebäudeintegrierten Systeme als abgestimmtes Gesamtpaket aus PV-Modulen, Montagesystem und Ergänzungsplatten. Sowohl Module als auch Faserzementplatten sind UV-beständig ausgelegt – ein wichtiger Punkt für eine dauerhafte hochwertige Optik und Funktion in der Gebäudehülle.