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START-UP-AREA DER DACH+HOLZ INTERNATIONAL

Rund 20 aufstrebende Unternehmen präsentieren auf der Start-up-Area der DACH+HOLZ International wegweisende Innovationen und Lösungen. Auf der Messe können die Start-ups einen kurzen Pitch nutzen, um das Publikum von ihrem Produkt zu begeistern. Wer die Fachjury überzeugt, wird mit dem "Start-Up Award" ausgezeichnet. Dieser wird am Donnerstag, 7. März um 11 Uhr verliehen.

Ein Schneeschieber der auf´s Flachdach gehört - das Familienunternehmen Haidl aus Passau und deren Produkte kennen viele Dachhandwerker möglicherweise bereits, vielleicht auch vom Start-Up-Award, der 2022 auf der Messe DACH + HOLZ vergeben wurde. Damals wurde das Fallrohrsystem "ProfiTube" mit dem ersten Platz ausgezeichnet. 

"Für uns war das ein Ansporn, das System weiterzuentwickeln", erzählt Johannes Haidl. Entstanden ist daraus das günstigere Fallrohrsystem "ProfiTube Light", das auf der Baustelle mit einem üblichen Drainagerohr verbunden wird und so das Wasser von der Dachrinne (bei Steildächern) oder von der Attika abführt. "Mit dem "ProfiTube light" haben sämtliche Gewerke die Möglichkeit, einen sicheren Ablauf in der Bauphase herzustellen", sagt Johannes Haidl, der mit seinem Vater Johann die Geschäfte der Firma Haidl führt. Das Unternehmen, das Produkte für Dachhandwerker herstellt ging aus dem Spenglerbetrieb hervor. "Mein Vater ist ein Tüftler, immer mit dem Blick dafür, was auf der Baustelle gebraucht wird und was es noch nicht gibt", erzählt Sohn Johannes. Aus diesem Grundsatz heraus ergibt sich auch das Firmenmotto: "Wir erfinden das, was wir brauchen, und wir verkaufen nur, was wir selbst nutzen." 

Der Flachdachschieber zum Beispiel, ist so ein Produkt, das von der Haidl GmbH nicht direkt erfunden, aber weiterentwickelt und nun vertrieben wird. Ursprünglich kommt der Schieber aus dem Feuerwehrbereich, um Unfallsstellen aufzuräumen oder Schnee wegzuschieben. Seniorchef Johann Haidl hat den Schieber auf einer Feuerwehrmesse entdeckt, wo die Haidl GmbH selbst Aussteller war und war sich sicher: Den brauche ich für´s Flachdach! "Wir haben den Schieber dann weiterentwickelt und mit einem höherem Aluminiumschild und Moosgummi versehen. Bei Flachdacharbeiten – um für Reparaturen zum Beispiel Schlamm und Kiesreste wegzuräumen – ist der Schieber unser ständiger Begleiter", sagt Johannes Haidl. 

Mit welchem Produkt sich die Tüftler für den diesjährigen Award bewerben, ist noch nicht sicher. Eines aber schon: Die Produkte der Haidl GmbH werden von Dachprofis verwendet und auf ihre Tauglichkeit sehr genau im eigenen Spenglerbetrieb überprüft. Im Shop bei Haidl Products gibt es dann Produkte von Profis für Profis. 

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Saubere Abschlüsse - Ali Reis ist Klempnermeister und für ihn gibt es nicht Schöneres, als saubere Fassadenabschlüsse. "Ein Blech, das farblich zur Fassade passt und einen guten Abschluss bildet sieht edel aus", sagt der Hamburger. 

Um Profilzuschnitte auf der Baustelle zu vereinfachen hat Ali Reis mit seiner Firma Maxe Bedachungen ein spezielles Profil aus Aluminium entwickelt. "Die Eckschienen mit Schnittkantenüberdeckeung gibt es bislang in Kunststoff, aber die sind nicht UV-beständig", sagt Reis. Die Aluprofile hingegen haben eine 40jährige Farbgarantie und werden normalerweise in anthrazit, schwarz und rot geliefert. "Andere Farben sind möglich, die Standardfarben sind allerdings günstiger", sagt Reis, der auf Aluminium-Profiltafeln des Herstellers Prefa zurückgreift.   

Die Profile sind 2,50 Meter lang, passen also in jeden Transporter. 4 Meter Länge sind allerdings zukünftig auch angedacht. Werden andere Längen benötigt, können die Profile einfach regensicher übereinander gestülpt und so verlängert werden. 

Um die Profile in Serie herzustellen hat der Klempnermeister eigens eine Maschine bauen lassen. "Ich kann damit theoretisch Europa bestücken", sagt er und lacht. 100.000 Meter im Jahr wären möglich. Derzeit ist die Maschine allerdings noch lange nicht an der Kapazitätsgrenze angelangt. Seinen Job als Klempnermeister möchte Ali Reis mit seinem Start-up-Unternehmen allerdings nicht   an den Nagel hängen. Er ist gerne Handwerker, baut sich aber mit der Eckschienenanfertigung derzeit ein zweites Standbein auf. 

www.maxe-profile.de 

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Drohnen helfen bei der Energiewende - die Geschichte des Berliner Unternehmens Airteam (generieren von 3D-Daten mittels Drohnenflug) ist fest mit dem Gründergeist von Thomas Bücheler verbunden. Bücheler – der eigentlich aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich kommt – war vor zehn Jahren begeistert vom Fliegen mit Drohnen. "Ich war fasziniert, was man damit alles machen kann", sagt der Firmengründer. Bei den ersten Gehversuchen entstanden Drohnenvideos für Freunde, dann fand er in das Geschäft mit Immobilien. Er lichtete Gebäude, die zum Verkauf standen, aus der Höhe ab. Das war dann auch der Einstieg in die Gebäudesparte und den Baubereich. "Meine Motivation war und ist es, Arbeitsunfälle zu vermeiden und meinen Teil zur Energiewende beizutragen", sagt der Unternehmer, der vor allem das Photovoltaikgeschäft im Fokus hat. 

Das noch junge Unternehmen – vor fünf Jahren gegründet – liefert dem Dachdecker und Solateur mit einer Planungssoftware eine Aufmaßhilfe zum Erstellen von Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen. Laut Bücheler bringt die Erstellung mittels Drohnenflug in der Planung eine Zeitersparnis von ein bis vier Stunden pro Projekt. 

Dass Dachaufmaße mit Drohnen gemacht werden ist inzwischen bekannt und bewährt, die Neuerung, die  Airteam mit seiner Software bietet, ist, dass die digitalen Daten für die  Angebotserstellung bereitgestellt werden und direkt in gängige Branchensoftware wir MF Dach, PV Sol, Sunny Design und Autocad eingelesen werden können. "Zudem versuchen wir mittels KI (Künstliche Intelligenz) dem Computer beizubringen, wie ein Dach aussieht und welche Teile und Bereiche es hat", erklärt Bücheler. So werden für die PV-Planung direkt Abstände zur Traufe und zum First eingehalten, Grate erkannt, Dachfenster ausgespart oder Verschattungen berücksichtigt. 

Die Firma vertreibt nicht nur Drohnen, die dann von den Kunden selbst geflogen werden, die Kunden können auch auf ein großes Pilotennetzwerk (mit 1500 Drohnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz) zurückgreifen. "Gerade größere Firmen, die in Städten beheimatet sind nehmen dieses Angebot gerne an", sagt Bücheler. 

"Die Kombination aus 3D-Grafik und KI ist das Neue", sagt der Unternehmer. Der Anweder fliegt mit der Drohne das Gebäude ab, macht Bilder, lädt sie in der cloud des Untennehmens hoch und bekommt dann die 3D-Daten, die weiterverwendet werden können. 

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Sicher auf´s Dach - Udo Heyl ist Dachdeckermeister mit Leib und Seele und eigenem Betrieb in Kaiserlautern. Als Auszubildender hatte er einen Unfall bei der Reinigung einer Dachrinne mit einer Leiter. Damals hatte er Glück, es blieb beim Sturz bei einer Gehirnerschütterung. Dieser und ein weiterer Unfall mit einer Leiter waren für ihn der Anlass ein Sicherheitssystem zu entwickeln. "Eben aus der Not heraus", erinnert er sich, denn, "die gängigen Systeme waren für mich nicht zufriedenstellend." 

Seine Entwicklung zur Sicherung von Leitern sollte schnell zu montieren und einfach in der Handhabung sein. Heraus kam seine Leiterkopfsicherung mit dem Namen Leikosi (steht für: LEiterKOpfSIcherung), die am Boden montiert und in die Dachrinne eingehängt wird. "Wichtig ist, dass die Leiter einen Meter über die Dachrinne hinausragt", erklärt Heyl. Da bei der Leitterkopfsicherung die Querstange auf den Rinnenhaltern liegt, ist sie auch bei Kunststoffrinnen anwendbar, das Gewicht wird auf die Rinnenhaken übertragen. 

2013 hatte Heyl mit der Entwicklung begonnen, von der Erfindung bis zur Serienreife war es ein langer Prozess. Der sich allerdings gelohnt hat. Inzwischen hat Heyl sein Produkt etwa 3000 Mal verkauft. Die Leiterkopfsicherung ist DGUV geprüft (das Label der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung) und wird von der Berufsgenossenschaft mit 50 Prozent gefördert. 

"Damit ist die Sicherung ein Modul, mit dem man Geld verdienen kann", sagt der Dachdeckermeister mit 40jähriger Berufserfahrung. "Ich bin zufrieden und die Kundschaft ist zufrieden, denn die Arbeiten am Dach gehen mit diesem Sicherungssystem einfach viel schneller und immer sicher." 

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Der Schneide-Fuchs für´s Flachdach - Tobias Büttgen arbeitete lange als Dachdecker und hatte sich oft gefragt, weshalb man sich bei Flachdacharbeiten mit dem Schneiden von Bitumenbahnen so abmühen muss. „Es ist oft sehr mühsam und das Schneiden mit der Hakenklinge birgt auch eine Verletzungsgefahr“, sagt Büttgen. Die Antwort auf seine Fragen gab er sich selbst und erfand den Schneide-Fuchs fürs Flachdach, den „Flat Roof Fox“. 

Nachdem er 2022 auf der Messe DACH+HOLZ einen ersten Prototypen vorgestellt hatte, ging er mit den damaligen Rückmeldungen von der Messe nochmal in die Konstruktionsarbeit. „Die Resonanz auf das Gerät war sehr gut“, sagt Büttgen. Grund genug, weiterzubauen, anzupassen und den Prototypen zur Serienreife zu bringen. 

Die Bedienung des Geräts funktioniert – im Gegensatz zum Prototypen – nun über ein Display am Gerät oder über das Handy. War früher die Bedienung noch an einen extra Kasten am Gerät gebunden, 50 x 50 x 20 cm groß und 40 Kg schwer, übernimmt heute eine 12 x 12 cm große Platine diese Aufgabe. 

Zur Bedienung wird die Bitumenrolle auf das Schneidegerät gelegt und die Maße für die entsprechenden Abschnittsgrößen eingegeben. Danach läuft der Schneidevorgang automatisch ab. 

Das Gerät kann zu zweit gut getragen werden, alternativ auch mit dem Hubwagen und dem Stapler. Auf dem Dach ist es mittels vier Rollen leicht von A nach B zu bewegen. Benötigt wird es vor allem bei Anschlussarbeiten am Dachrand an der Attika oder auch bei Dachdurchdringungen. Durch die Automatisierung der Arbeitsschritte und durch die einfache Bedienbarkeit kann eine deutliche Zeitersparnis erreicht werden. 

Seit November 2023 ist die Maschine serienreif und wird auf der Messe erstmals so präsentiert. 

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Sicherer Befestigungspunkt auf dem Flachdach - Christoph Noreiks ist Handelsvertreter und hat mit vielen verschiedenen Produkten aus dem Baubereich zu tun. Immer wieder tauchte die Frage nach einer guten und vor allem sicheren Befestigung für PV-Anlagen auf dem Flachdach auf. "Oft werden dafür Gummimatten verwendet und Waschbetonplatten für die Balastierung gegen den Windsog", erklärt Noreiks. Wegen der erheblichen Dachlast, die dabei zusammen kommt, sei diese relativ aufwändige Methode auf vielen Dächern gar nicht zugelassen. 

Die Lösung, die Christoph Noreiks entwickelt hat und nun in einer kleinen Werkstatt herstellt, ist ein balastfreies Montagesystem, das pro Befestigungspunkt nur 600 Gramm wiegt. 

Das Herzstück ist eine Tellerscheibe aus Edelstahl. Mit einem Durchmesser von 200 mm können die Kräfte flächig in das Dach eingeleitet werden. Mit einer Manschette – je nach Dachbahn Bitumen, Kunststoff oder EPDM – wird der Teller mit der Dachbahn verschweißt. Das System hat pro Tellerpunkt eine Abhebesicherheit von 50 Kilo (entspricht 500 Newton) – das sei besser als alle ähnlichen Systeme, die bislang auf dem Markt vorhanden sind. 

In einer kleinen Manufaktur, einer Garagenwerkstatt, werden die Teller, die mit einer Schraubbefestigung versehen sind in Handarbeit hergestellt. Ein echtes Start Up-Unternehmen also, dessen Ziel die 100prozentige Eigenanfertigung ist. Derzeit werden die Edelstahlteller allerdings von einem Lieferanten gelasert und geliefert. 

Der Halter, der unter dem Namen Ampix (www.ampix.online) vertrieben wird, ist für alle technischen Anlagen auf dem Flachdach geeignet, also PV-Anlagen, Solarthermie, Klimageräte, aber auch Antennentechnik. 

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Praxisnahe Zimmerer-App - Marco Heine und sein Bruder Daniel hatten die besten Voraussetzungen eine App für Zimmererbetriebe zu  entwickeln: Die beiden (Marco ist Software-Entwickler, Daniel arbeitet als Zimmermann im Betrieb der Eltern) kommen aus einer Handwerkerfamilie. Im elterlichen Zimmereibetrieb im Schwarzwald gab es oft das Problem an der Schnittstelle Mitarbeiter / Buchhaltung. "Meine Mutter macht die kaufmännische Abwicklung, immer wieder musste den Stundenzetteln hinterhergesucht werden, Urlaubsanträge wurde händisch erstellt, die Dokumentation auf der Baustelle hinkte hinterher und es stapelten sich Papierberge", berichtet Marco Heine rückblickend. 

Aus der Idee, dass Marco Heine eine private App nur für den eigenen Betrieb (ansässig in Bollschweil-St. Ulrich im Schwarzwald) entwickelt, entstand schnell das Denken in einer anderen Größenordnung – warum nicht eine App anbieten, die für viele Zimmereibetriebe Vorteile bringt? Gesagt getan. Daniel kam mit den Rückmeldungen aus der Praxis, Marco setzte diese schnell in neuen Funktionen in der App um. "Wir wollten eine App haben, die leicht bedienbar für alle ist und sie soll nicht ablenken und einfach sein", sagt Marco Heine zu den Hauptanliegen.   

"Im elterlichen Betrieb hatte die App sehr schnell Anklang gefunden", sagt Heine, "das hat uns motiviert, sie weiterzuentwickeln und publik zu machen". Jetzt, drei Jahre nach dem Start gibt es schon 450 Betriebe, die damit arbeiten. Da die Einstellungsmöglichkeiten groß sind, können sowohl kleinere als auch größere Betriebe darauf zugreifen, inzwischen gibt es 16 verschiedene Funktionen: Unter anderem ein digitaler Rapport- und Stundenzettel, Mitarbeiter-Planug, Materialverbrauch-Dokumentation, eine Chat, einen Bereich, in dem Dokumente hinterlegt werden können und sogar die Abnahme von Projekten ist möglich. 

"Viele Betriebe sagen, dass wir eine sehr praxisnahe App entwickelt haben", sagt Heine. "Das freut uns natürlich. Wir bekommen die Rückmeldungen direkt von den Anwendern auf der Baustelle, die können dann auch schnell umgesetzt werden". Sein Bruder Daniel ist ebenfalls nah an der Praxis und weiß, wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. 

Motiviert von den guten Ergebnissen entwickelte Marco Heine neben der "MeinZimmerer-App" auch die "MeinDachdecker-App" und die "MeinHandwerker-App". Diese Apps haben ähnliche Funktionen, sind aber mit einem eigenen Label versehen. 

Mehr zum Start-up

Neben den genannten Firmen gibt es in der "start-up-Area" noch weitere Unternehmen, die sich und ihre Produkte auf der Messe dem Publikum vorstellen. 

  • planbar-App – die digitale Lösung auf der Baustelle 
  • Stexon – innovative Ideen für den Holz-Hausbau 
  • Wir bauen digital GmbH – die digitale Bauausführung 
  • Aurnhammer Bedachungen GmbH – Lösungen rund um´s Dach 
  • BuildingPoint Deutschland Süd GmbH
  • infrasolute GmbH
  • Plancraft GmbH
  • Gramitherm Europe SA
  • Fixpod GmbH
  • Nebesys a.s.
  • TECHNIgreen GmbH
  • smart roof solutions GmbH
  • ModuGen GmbH
  • heygrün GmbH
  • Arduvi GmbH
  • OVER EASY SOLAR AS

 

Die Start-Up Area ist eine interaktive und offen gestaltete Gemeinschaftsfläche. Jeder Aussteller erhält seinen
individuellen Bereich, einen Inselstand mit circa 5m² Standfläche.
Der Marktplatz in der Mitte der Start-Up-Area kann von allen Ausstellern gemeinschaftlich genutzt werden. Hier
ist Platz für zum Beispiel weitere Ausstellungsstücke oder zum Austausch mit Kunden.

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